Grünes Licht für den Eggarten: Der Planungsausschuss des Münchner Stadtrats hat den Bebauungsplan für die ehemalige Eggarten-Siedlung südlich des Lerchenauer Sees gebilligt. Auf rund 21 Hektar soll in Feldmoching-Hasenbergl ein nachhaltiges, autoarmes Gartenquartier mit etwa 1.900 Wohnungen, viel Grün, einem hohen Anteil an genossenschaftlichem Wohnraum und Angeboten für den Alltag von mehr als 4.500 Menschen entstehen.
- Was bedeutet das grüne Licht des Stadtrats für den Eggarten?
- Wie wird aus der früheren Gartensiedlung ein modernes Wohnquartier?
- Wer sorgt im Eggarten für bezahlbaren Wohnraum?
- Welche Infrastruktur ist für den Alltag geplant?
- Was macht den Eggarten zum grünen Quartier?
- Wie autoarm soll das neue Quartier werden?
- Was wird für die Qualität des Eggartens entscheidend?
- Was passiert als Nächstes?
- FAQ zum Eggarten-Projekt in München
Was bedeutet das grüne Licht des Stadtrats für den Eggarten?
Mit der Billigung des Bebauungsplans hat der Eggarten einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die Entwicklung der ehemaligen Gartenkolonie zu einem modernen Wohnquartier kommt damit einen entscheidenden Schritt voran.
Wo bislang private Gärten, einzelne Wohnhäuser und gewachsene Grünstrukturen das Bild prägten, soll künftig ein gemischtes, lebendiges Wohnquartier entstehen. Geplant sind rund 1.900 Wohnungen für mehr als 4.500 Menschen aus unterschiedlichen Einkommensgruppen.
Für München ist das Projekt von besonderer Bedeutung. Die Stadt wächst seit Jahren, der Bedarf an Wohnraum bleibt hoch. Der Eggarten soll darauf eine zeitgemäße Antwort geben: mit urbaner Dichte, sozialer Mischung, großzügigen Freiräumen und einem Mobilitätskonzept, das den Menschen stärker in den Mittelpunkt stellt als das Auto.
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Wie wird aus der früheren Gartensiedlung ein modernes Wohnquartier?
Die Planung knüpft bewusst an die Geschichte des Ortes an. Der Eggarten soll nicht als beliebiges Neubaugebiet entstehen, sondern als neue Interpretation eines Gartenquartiers. Die künftigen Baufelder und Wege orientieren sich an der ursprünglichen Struktur der Siedlung und übersetzen sie in eine moderne städtebauliche Form.

Vorgesehen ist überwiegend eine fünf- bis siebengeschossige Blockrandbebauung. Dadurch entstehen klare Stadträume, zugleich aber geschützte, begrünte Innenhöfe für die Bewohnerinnen und Bewohner. Drei Hochpunkte ergänzen das Konzept: ein Gebäude mit 15 Geschossen sowie zwei weitere mit jeweils 13 Geschossen. Sie markieren wichtige Orte im Quartier und geben dem neuen Eggarten eine erkennbare Silhouette.
Drei erhaltenswerte Bestandsgebäude sollen integriert werden und damit ein Stück der bisherigen Identität bewahren. Grundlage des Bebauungsplanentwurfs ist der Siegerentwurf der Berliner Büros Studio Wessendorf und Atelier Loidl Landschaftsarchitekten aus dem städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb von 2020.
Wer sorgt im Eggarten für bezahlbaren Wohnraum?
Das Projekt wird von der Büschl-Gruppe und der Gima, dem Dachverband der Genossenschaften, getragen. Ihr gemeinsamer Anspruch ist es, ein Quartier zu schaffen, das ökologische Verantwortung, soziale Vielfalt und wirtschaftliche Tragfähigkeit miteinander verbindet.
Ein prägender Baustein ist der hohe Anteil an genossenschaftlichem Wohnen. Mit einem Anteil von 47 Prozent spielen die Genossenschaften eine zentrale Rolle im Projekt. Sie verantworten den geförderten und preisgedämpften Wohnungsbau; knapp 900 Wohnungen sollen genossenschaftlich entstehen.
Damit erhält das Quartier eine langfristig orientierte soziale Struktur. Genossenschaftliches Wohnen steht für stabile Nachbarschaften, gemeinschaftliche Verantwortung und bezahlbarere Wohnmodelle. Besonders in München, wo Wohnraum knapp und teuer ist, ist dieser Ansatz ein wichtiger Bestandteil der Planung.
Welche Infrastruktur ist für den Alltag geplant?
Der neue Eggarten soll ein Quartier der kurzen Wege werden. Neben den Wohnungen sind deshalb zahlreiche Einrichtungen vorgesehen, die den Alltag im Viertel erleichtern: eine vierzügige Grundschule mit großem Rasenspielfeld, fünf Kindertagesstätten sowie Flächen für Dienstleistungen, Nahversorgung, Gewerbe und zentrale Einkaufsmöglichkeiten.
Wohnen, Bildung, Betreuung, Einkaufen, Freizeit und Erholung sollen eng miteinander verbunden werden. Besonders für Familien entsteht dadurch ein attraktives Umfeld: Kita, Schule, Spielangebote, Grünräume und Versorgungseinrichtungen liegen im Idealfall direkt im Quartier oder in bequemer Nähe.
So wird der Eggarten nicht nur als Wohnstandort gedacht, sondern als vollständiges Stück Stadt — mit allem, was ein lebendiges Viertel im Alltag braucht.
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Was macht den Eggarten zum grünen Quartier?
Der Eggartenplatz wird zur grünen Mitte des Quartiers. Baumbestandene Flächen, schattige Aufenthaltsbereiche, Sitzgelegenheiten sowie Spiel- und Bewegungsangebote sollen ihn zu einem lebendigen Treffpunkt für die Nachbarschaft machen. Urban-Gardening-Flächen, nutzbare Innenhöfe, begrünte Vorzonen und Dachflächen sowie die „Eggärten“ am nördlichen Quartiersrand machen das Freiraumkonzept noch vielfältiger.

Im Süden und Osten ist außerdem ein großer öffentlicher Park geplant, der auch den umliegenden Nachbarschaften offenstehen soll. Der südliche Bereich setzt stärker auf aktive Erholung mit Rasen-, Spiel-, Bewegungs- und Sportflächen, während der östliche Teil naturnäher gestaltet wird — mit Raum für Flora und Fauna, Naturspielplatz und Naturlehrpfad.
Etwa die Hälfte des Planungsgebiets ist für öffentliche und private Grünflächen sowie Biotop- und Ausgleichsflächen vorgesehen. Blühende Wiesen, einheimische Sträucher, klimarobuste Baumarten sowie begrünte Dächer, Terrassen und Fassaden sollen Biodiversität, Mikroklima und Aufenthaltsqualität stärken. Ökologische Lichtplanung und das Schwammstadtprinzip stärken den klimaangepassten Charakter des Eggartens — unter anderem, indem Regenwasser möglichst vor Ort gespeichert oder versickert wird.
Wie autoarm soll das neue Quartier werden?
Ein zentrales Element der Planung ist das Mobilitätskonzept. Es verlagert den Autoverkehr weitgehend an den Rand des Quartiers und konzentriert die Stellplätze in drei Quartiersgaragen.
Dadurch entstehen Straßen und Wege, die stärker als Aufenthaltsräume genutzt werden können: für Fußgängerinnen und Fußgänger, Radverkehr, Begegnung, Spiel und Nachbarschaft. Das Ziel ist ein ruhigeres, sichereres und grüneres Wohnumfeld mit mehr Raum für Menschen.
Damit dieses Konzept im Alltag funktioniert, bleibt eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr wichtig. Geprüft werden soll unter anderem, ob die Verbindung Richtung U-Bahnhof Oberwiesenfeld verbessert werden kann — etwa durch attraktivere Fuß- und Radwege.
Was wird für die Qualität des Eggartens entscheidend?
Damit der Eggarten sein Potenzial als nachhaltiges Gartenquartier entfalten kann, wird der sorgfältige Umgang mit dem gewachsenen Baumbestand eine wichtige Rolle spielen. Ein hoher Anteil der erhaltenswerten Bäume soll bewahrt und durch klimaresiliente Neupflanzungen ergänzt werden.
Unterstützen sollen dies eine flächensparende Erschließung, eine kluge Platzierung der Gebäude und der Verzicht auf Tiefgaragen zwischen den Wohngebäuden. Die Qualität des Eggartens wird sich am Ende daran messen lassen, wie gut neuer Wohnraum, gewachsene Grünstrukturen, Mobilität und Klimaschutz zusammenspielen.

Was passiert als Nächstes?
Nach dem Billigungsbeschluss folgt voraussichtlich im Herbst 2026 die Öffentlichkeitsbeteiligung. Parallel dazu wird der Flächennutzungsplan mit integrierter Landschaftsplanung geändert.
Damit ist der Eggarten seiner Realisierung deutlich nähergekommen — und könnte zu einem wichtigen Beispiel dafür werden, wie München neuen Wohnraum, Grün und Quartiersqualität zusammendenkt.
FAQ zum Eggarten-Projekt in München
Was ist das Eggarten-Projekt in München?
Das Eggarten-Projekt ist ein neues Wohnquartier in München-Feldmoching-Hasenbergl. Südlich des Lerchenauer Sees sollen rund 1.900 Wohnungen für mehr als 4.500 Menschen entstehen.
Wo entsteht das neue Eggarten-Quartier in München?
Das neue Eggarten-Quartier entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Eggarten-Siedlung südlich des Lerchenauer Sees im Münchner Norden.
Wie viele Wohnungen sind in der Eggarten-Siedlung geplant?
In der neuen Eggarten-Siedlung sind rund 1.900 Wohnungen geplant. Ein großer Teil davon soll als genossenschaftlicher, geförderter und preisgedämpfter Wohnraum entstehen.
Warum gilt der Eggarten in München als nachhaltiges Modellquartier?
Der Eggarten wird als autoarmes Gartenquartier mit viel Grün, kurzen Wegen, Urban Gardening, begrünten Dächern und Fassaden sowie klimafreundlicher Planung entwickelt.
Wann geht es mit dem Eggarten-Projekt weiter?
Nach dem Billigungsbeschluss des Stadtrats ist als nächster Schritt die Öffentlichkeitsbeteiligung vorgesehen, voraussichtlich im Herbst 2026.
| Title Image: | Plandarstellungen: Studio Wessendorf, Berlin und Atelier Loidl GmbH, Berlin |